Hätten die Deutschen den nächsten  Präsidenten zu wählen, er hieße Obama. 200 000 Berliner und Nichtberliner jubelten ihm vor der Siegessäule zu. Niemand wusste vorher, an wen sich seine  Rede richten würde, an seine Landsleute, an die Deutschen  oder an die Weltöffentlichkeit.

Zu den Überraschungen dieses Auftritts gehörte es, dass sie sich an alle drei  richtete. Das ist riskant.  Wer sich auf solch ein Experiment einlässt, muss mit seinen Aussagen im Allgemeinen bleiben, sonst löst er Widerspruch aus – und genau so verhielt sich Obama. Den Stolz der Amerikaner bediente er mit der Versicherung “Ich bin ein stolzer Bürger der USA” – fügte aber sogleich hinzu, “aber auch ein Weltbürger”. Breit würdigte er die Rolle Westberlins im Kampf um die Freiheit und forderte einen neuen transatlantischen Brückenschlag. “Amerika hat keinen besseren Partner als Europa” versichert er zur Freude seiner Zuhörer und schmeichelt  ihnen mit einem Lob für  Deutschlands vorbildliche Umweltpolitik.

Dann fallen Sätze, von denen Obama weiß, dass ihnen zu Hause  Zustimmung sicher ist. Es sind Forderungen an die Europäer, insbesondere die Deutschen. Er pocht auf  Zusammenarbeit nicht nur  beim Umweltschutz, sondern auch bei der Bekämpfung des Terrorismus: Mehr europäische Hilfe in Afghanistan; mehr europäische Hilfe im Irak; mehr europäische Hilfe im Kampf gegen den Terror “durch eine neue und weltweite Partnerschaft”. Ein einziger Satz mehr zu diesem Thema, eine Konkretisierung, die klarstellen würde, was hinter der Hilfsforderung steckt, etwa der Wunsch, die Bundeswehr auch im Süden und Osten Afghanistans einzusetzen, wo gekämpft und gestorben wird, hätte die Begeisterung des Publikums wie eine Seifenblase platzen lassen. Er unterbleibt.  Obama braucht den Beifall der 200 000 für sein amerikanisches Publikum. Schließlich soll ihn der Auftritt als kompetenten Außenpolitiker ausweisen.

Klartext zu sprechen – das hat Zeit. Sein Berliner Publikum ist nicht kritisch, sondern naiv. Es lechzt nach Visionen einer besseren Welt und die liefert Obama reichlich, vom Abbau aller Atomwaffen bis hin zu dem Satz “Die Mauern zwischen armen und reichen Ländern müssen fallen, die Mauern zwischen Christen, Muslimen und Juden müssen fallen – Wir müssen dem Ruf des Schicksals antworten”. Da kann jeder seinen eigenen Wunschtraum hineindenken.

Und so vermittelt uns Obamas Auftritt in Berlin zwei Erkenntnisse: Erstens, dass  er  ein versierter Wahlkämpfer ist, der auch Drahtseilakte bestehen kann; zweites, dass unter Deutschen der Wunsch nach einer heilen Welt das kritische Mitdenken offensichtlich beeinträchtigt hat.



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Kommentare


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14 Kommentare


  1. Nicole Damme, Potsdam am 29 Juli, 2008 09:45
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    …man stelle doch aber mal einen Beck, Kauder oder Beckstein neben den Obama. Und? Was ist dann zu sehen? Wohl doch, dass Charisma nur einer hat- und der ist schwarz. Unsere Politgroessen wirken so unuebertroffen provinziell. Aber das liegt wohl am System. Denn nur diese Kauders und Pofallas laesst das System nach ganz oben. Die sind so derart blass, nichtssagend, charakterlos, dass es einem die Fussnaegel aufrollen sollte. N. Damme
    Uebrigens: Ich wuerde Obama nicht waehlen.

  2. Michael Risse am 29 Juli, 2008 10:38
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    Selbst wenn Obama gewählt wird,er ist nicht allmächtig,
    sondern bekommt in den Hinterzimmern Washingtons
    schon gesagt wo es lang geht.Er wird mächtige Gegner haben,und da ist mit Sprüche kloppen nicht weit zu kommen.
    Auf jeden Fall muss und wird er amerikanische Interessen wahren,von der immensen Verschuldung im Bundeshaushalt,über die grossen Probleme der Bundesstaaten,hin zur gigantischen privaten Verschuldung.Und einflussreiche Leute in den USA werden ihm schon klar machen,dass er dafür zu sorgen hat,dass andere Länder und Völker die offenen amerikanischen Rechnungen zu bezahlen haben.
    Nach den wiederholten amerikanischen globalen Raubzügen auf dem Finanzsektor,die jetzt,weil auch der letzte verschnarchte deutsche Sparkassendirektor aufgewacht ist,werden die Amerikaner mangels Glaubwürdigkeit da lange nichts mehr unternehmen können,um sich zu sanieren.Lasst uns nicht vergessen,dass wir und andere Völker deren Lifestyle auf Pump finanziert haben.Jetzt kommt die Frage,wieso unterhält Amerika eigentlich so eine riesige Militärmacht auf dem technisch allerfeinsten,neuesten Stand. Das macht man doch nicht aus Langeweile.Und dass wir am Hindukusch die Freiheit des christlichen Abendlandes verteidigen,will mir als Jesuitenzögling und gelerntem Juristen nicht einleuchten.Herr Obama,genau wie Herr Mc Cain sind mit Vorsicht zu geniessen.
    Frau Clinton wäre mir lieber gewesen,als der idealste
    aller Schwiegersöhne,der wohl auch deshalb gewinnen wird,weil er die Schwarzen und die Latinos auf dem Staatsgebiet der USA,als später Rächer der enterbten auf jeden Fall für sich haben wird.

  3. Don Jordan am 29 Juli, 2008 10:40
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    To the point. Ausgezeichnete Analyse und das Relevante in wenigen Sätzen. Danke! D. Jordan

  4. Peter Patsch am 29 Juli, 2008 12:13
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    Herr Feldmeyer schreibt:
    Obamas Auftritt vermittelt die Erkenntnis: “dass unter Deutschen der Wunsch nach einer heilen Welt das kritische Mitdenken offensichtlich beeinträchtigt hat”

    Was ist den das für eine intelektueller Schmarren? Wieso kann ein Wunsch nach einer heilen oder sagen wir besseren Welt das kritische Mitdenken beeinträchtigen? So ein Unfug. Dieser Geistes Erguss liegt etwa auf der Ebene des Herrn Mac Cain und seiner dümmlichen Berater, die meinen die Zuhörer von Obamas Berlin Rede als “unterwürfige Deutsche” beleidigen zu müssen.

    Was in Berlin stattgefunden hat war etwas anderes: Es war der Wunsch vieler Berliner, dass sich das Verhältnis zu den USA wieder normalisieren möge. Ein Verhältnis das durch die unsägliche Politik des jetzigen Präsidenten enorm gelitten hat. Es ist der Wunsch vieler Menschen, das das sich das arg ramponierte Ansehen der USA in der Welt wieder verbessern möge. Dies mag ja dann auch ein Stück heile Welt sein.

  5. Gert H. Köster am 29 Juli, 2008 13:56
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    “Naiv” sei das Berliner Publikum gewesen: Das beschreibt der (Nicht “dümmliche”, Herr Patsch) McCain-Anhängerkreis besser:
    k r i e c h e r i s c h !
    Ein Neue-Osnabrücker-Zeitungs-Kommentator bestätigt indirekt das Kriecherische durch beleidigte Leugnung desselben.
    Die “xxx” (steht für die Metapher, den Inhalt eines Kopfes zu reinigen) ist vollständig gelungen, eine Würde ist in diesem Volk (Wort noch erlaubt?) unauffindbar.
    Bei vorhandener Würde hätte dieser amerikanische Wahlkampfauftritt am falschen Platze nur eine Handvoll Neugieriger gefunden.
    Und bitte nicht mit dem als Symbol im Kalten Krieg unendlich wichtigen Kennedy-Auftritt vergleichen!

  6. Monika Hirsch-Sprätz am 30 Juli, 2008 15:40
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    Obamas Auftritt war ein selbstinszenierter, auf Wirkung abzielender Auftritt (mehr erst einmal nicht) von einem Präsidentschaftskandidaten, der sich selbst das Gesicht eines souveränen Außenpolitikers geben wollte, mit der großen Selbstverständlichkeit, dies auf deutsche Steuerkosten und eigenmächtig gewähltem Ort zu tun. Unter den dort Anwesenden wäre zu fragen: Gilt die Sehnsucht der Jungen: (Pop-)Stars als Politiker haben zu wollen und die Sehnsucht der Älteren: Mal wieder einen charismatischen Politiker (wie noch immer Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt)zu erleben und auf eine auch für Deutschland richtungsweisende Rede zu hoffen?

    Aber was hatte Herr Obama denn Großes gesagt? Er wiederholte, fasste zusammen und benutzte, was andere vor ihm geleistet oder erlebt haben. Eine gut aufgebaute, inszenierte Rede mit der Unverfrorenheit, als WeltMACHTpolitiker die Welt im Sinne der USA (nicht der anderen Länder/Staaten) gestalten zu wollen.

    Nur gut, dass das Brandenburger Tor nicht herhalten musste (Dank Frau Merkel). Es macht ja nichts, wenn auch die Siegessäule der falsche Ort ist! Es braucht ja auch nicht viel für ein Event im Tiergarten, zumal Einigen die Love Parade fehlt. Kostet nur viel! Da ist auch kein kritische Verstand nötig, zumal die Meisten auf der Meile die Rede akustisch gar nicht verstanden und nachlesen mussten. Geklatscht haben sie trotzdem!

    Vielleicht wachen einige der Obama-Begeisterten auf, wenn es um verstärkte militärische, finanzielle und menschliche Opfer für Deutschland in Zukunft in Afganistan geht!

    Immer dann, wenn die Enttäuschung über bestehende Politiker groß ist, wird der Ruf und die Bereitschaft zum inhaltlosen Jubel nach einem charismatischen Führer laut ohne genauer zu hinterfragen, was denn im Detail die politischen Pläne sind. Da reicht ein gepflegtes Outfit, ein Trend (Jünger, n.n. ausgepauert da unerfahrener, Minderheitenvertreter, etc.) oder auch nur eine geschickt aufgebaute Rede.

    Insofern schäme ich mich, dass wir Deutsche - noch dazu in einer Stadt wie Berlin - so leicht zu Massenaufläufen zu manipulieren sind und wir damit einen ausländischen Wahlkampf unterstützen, der nicht der unsrige sein sollte.

    Warum gehen wir stattdessen nicht in Massen in Berlin auf die Straßen, um einigen unserer satten, selbstverliebten Stadt- und Landespolitikern die notwendigen Fragen zu stellen?
    Auch z.B. die, wie sich die Deutsche Regierung zu den Forderungen Obamas nach mehr Auslandseinsatz verhalten will?

    Aber - jetzt hat die Politik ja Sommerpause!

  7. Michael Risse am 3 August, 2008 15:44
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    Frau Monika Hirsch-Sprätz spricht unbequeme Wahrheiten aus!Aber Recht hat sie.Und der Liebe Obama ist für die unsrigen hier halt fälschlicherweise “Heile Welt” und ihn zu bejubeln ist einfacher,als unseren saturierten Politikern ins Hemd zu treten. Ich sehe rabenschwarz für Deutschland.
    Aus dem Wissen um die eigene Ohnmacht heraus,beschäftige ich als 60 jähriger deutscher Kaufmann mein Hirn mit Fragen zur Auswanderung,because I do not want to be around,when the shit will hit the fan.
    Noch einen schönen Sonntag nachmittag in der sozialistischen Volksrepublik Deutschland.

  8. Thomas Windhöfel am 5 August, 2008 12:00
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    Frau Damme, es ist mir ja nicht bekannt wie intensiv Sie Herrn Kauder und Herrn Profalla kennen. Sollten Sie die beiden Herren nicht besonders gut kennen, ist es schon erstaunlich, wenn Sie beide als charakterlos bezeichnen. Wenn Sie dagegen aus intimer Kenntnis beider Persönlichkeiten Anhaltspunkte für deren fehlenden oder minderwertigen Charakter haben, wäre es angezeigt, entweder diese Anhaltspunkte zu benennen oder aber zu schweigen. Die Diffamierung demokratischer Politiker als provinziell (es fehlt noch das unvermeidliche “kleinbürgerlich”) finde ich vollends (außerhalb des Stammtisches) unerträglich; über die liebenswerte Beschreibung der verfassungsmäßigen Ordnung als “System” hat bereits vor vielen Jahrzehnten Dolf Sternberger das notwendige gesagt. Was damit angerichtet werden kann, lehrt das Studium der Geschichte der Weimarer Republik. Wenn das der Stil der “Neuen Rechten” ist, weiß man als Staatsbürger christlicher, demokratischer und sozialer Gesinnung bald wieder, wo man seinen Platz hat.

  9. M. Trautmann am 5 August, 2008 13:12
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    “Wenn das der Stil der “Neuen Rechten” ist, weiß man als Staatsbürger christlicher, demokratischer und sozialer Gesinnung bald wieder, wo man seinen Platz hat.”

    Unter welchen Bedingungen würde denn Ihre Loyalität erschüttert werden?

    Das einzige Argument noch CDU zu wählen ist doch, daß die anderen angeblich noch schlimmer sind. Das ist zu wenig, um mich an einem Sonntag dazu zu motivieren, Frau Merkel meine Stimme zu geben.

  10. Thomas Windhöfel am 5 August, 2008 15:29
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    Herr Trautmann, auch mir ist spätestens seit der Abstimmung in der Stammzellen-Frage die Lust am CDU-Wählen einigermaßen vergangen. Darum geht es mir nicht. Mir geht die maßlose Beleidigung demokratischer Politiker gegen den Strich, schon an und für sich und auch, weil sie fatal an die Taktik der republikfeindlichen Rechten in der Weimarer Republik gegen Männer wie Ebert, Stresemann oder Rathenau erinnert. Auch wenn man den politischen Standpunkt der genannten Herrn bekämpfen mag: mit dem Vorwurf der Charakterlosigkeit wird eine Grenze überschritten (nebenbei bemerkt eine sogar eine strafrechtlich relevante). Das Privatleben der beiden Herrn Kauder und Profalla geht mich nichts an, sollte der Vorwurf darauf bezogern sein, kann ich nur antworten, daß dies nicht Gegenstand eines politischen Kommentares sein sollte. Wie alle Menschen im Rampenlicht der Öffentlichkeit gibt es natürlich auch bei Kauder und Profalla Licht und Schatten. Aber was davon soll, bitte schön, den Vorwurf der Charakterlosigkeit begründen? Ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn Profalla wegen Steuerhinterziehung, welches vor einiger Zeit einmal Schlagzeilen gemacht hatte, wurde m. W. eingestellt; das sollte in einem Rechtsstaat zunächst einmal respektiert werden; sollte die Autorin des Kommentars da über besserer Informationen verfügen, so gehörte es sich, diese offenzulegen, statt eine so ungeheuierliche Vokabel einfach unbegründet in den Raum zu stellen. Und Herrn Kauder wird, soweit ich sehe, vor allem sein Engagement für ein in seinem Wahlkreis ansässiges Rüstungsunternehmen vorgeworfen. Dazu mag man meinen was man will, aber deswegen ihm den Charakter absprechen, das haben nicht einmal Grüne oder Pazifisten in diesem Zusammenhang getan. Ich finde das unerhört.

  11. Michael Risse am 6 August, 2008 09:52
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    Beruhigt Euch,Jungs!
    Beim Nachlesen von Nicole Dammes Kommentar,neige ich eher dazu ,dass sie meinte :ohne Profil.Sie wollte nicht in diesem Zusammenhang den Herren unterstellen,sie seien wohl Charakterschweine,also moralisch unter allen Standards.
    Was aber nicht wegdiskutiert werden kann ist,dass wir hier ernste Probleme haben,und die unsrigen Politiker keinerlei Hoffnungsschimmer aufkommenlassen,diese ernsten Problem beherzt anzupacken.Unser Wahlsystem sichert auch die grösste Pfeife so gut ab,dass diese über die von den Parteien sicheren Listenplätzen in hohe Ämter gelangen ohne qualifiziert zu sein.Dort richten sie,
    und wenn auch nur,wie die Juristen sagen,”durch Handeln durch Unterlassen”riesige Schäden an.
    Oder habe ich da beim angeblichen Bürokratieabbau,oder beim Rückrudern von der Agenda 2010 was nicht richtig mitbekommen.
    So ein amerikanischer Präsident(schaftskandidat)
    wird von seinen eigenen Leuten schon ganz anders ins Gebet und in die Haftung genommen. Dieses mehr an Dynamik strahlt halt bei so jemandem wie Obama mehr durch. Hier gilt das als unfein.Hier macht alles auf hypersouverän und vornehm,und viel und schnell möglichst viel unter den Teppich kehren. In Amerika werden unangenehme Wahrheiten angesprochen,proprtional erheblich klarer und härter als bei uns. Das Palim Palim unserer hochverehrten Frau Dr. Angela Merkel,der besten Schülerin des Herrn Dr.Helmut Kohl hat dieses Land nicht voran gebracht.Was wir wohl zum grössten Teil gehofft hatten,war ein klein wenig Maggy Thatcher.
    Ich als selbständiger Kaufmann hätte erleichtert aufgeatmet. Aber nix tat sich. Frau Dr.Angela Merkel wird aber zur Belohnung bestimmt wiedergewählt.
    Und in dem deutschen Wettbewerb,wer sitzt was am längsten aus,kann sie Herrn Dr. Helmut Kohl mit Sicherheit ausstechen. Ich denke so an 20 Jahre Kanzlerschaft,da wo es Herr Dr. Helmut Kohl nur auf lumpige 16 Jahre brachte.
    Noch einen schönen Tag in der sozialistischen Volksrepublik Deutschland!

  12. Nicole Damme, Potsdam am 7 August, 2008 11:47
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    …Danke an Herrn Risse. Ja, chrakterlos ist vielleicht der falsche Ausdruck gewesen, da er in jeder Hinsicht Minderwertigkeit und Verwerflichkeit impliziert. Profillos trifft es besser: Keine Kante, keine Linie, keine Stringenz an Grundwerten, die zumindest ich erkennen kann. Wofür stehen diese Herren und Damen. Worauf kann ich mich verlassen, wenn ich sie oder ihre Partei wähle. Weiss es jemand? Er möge nicht schweigen.

  13. Alexander de Vernati am 12 August, 2008 10:58
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    Also Herr Risse, Sie sprechen mir aus dem Herzen.

    Ich bin noch erheblich älter als Sie. Wäre ich jünger, würde ich meine Auswanderungspläne in ein demokratisches Land, die Schweiz mit Sicherheit verwirklichen, so zögere ich aber verständlicherweise.

    Wenn diejenigen, die da zur Siegessäule kamen, vorher dieses Video http://video.google.com/videoplay?docid=-5352246495880531634&pr=goog-sl gesehen hätten, wären vermutlich nur ein paar Ahnungslose, die den Inhalt des Videos nicht begriffen haben dort erschienen.

    Hinter den Schalmeienklängen eines Obama verbirgt sich doch nach Entschlüsselung des Textes nur die Forderung an Deutschland, sich künftig verstärkt an Kriegen zu beteiligen, an Kriegen, die uns nichts angehen.

  14. Gert H. Köster am 1 März, 2009 12:32
    --------------------------------------------------------------------

    Warum wird das Wort “Gehirnwäsche” durch Zensur beseitigt?

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  • Zur Person

      Karl Feldmeyer wurde am 30.11. 1938 in Mindelheim in Bayern ge- boren und studierte Geschichte und Politikwissenschaften. Er arbeitete von 1970 bis 2005 als politischer Redakteur und Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Bonn und Berlin und engagierte sich als Journalist für die Wiederverei- nigung, den Rechtsstaat und die Demokratie . Für seine journalisti- schen Leistungen erhielt er zweimal den Theodor-Wolff-Preis des Ver- bandes Deutscher Zeitungsverleger. Seit dem Februar 2008 kommentiert Karl Feldmeyer in diesem Blog die aktuelle politische Lage in der Bundesrepublik Deutschland.